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Veranstaltungs-Kalender

September 2010
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Event - Highlights

Am: Freitag, 10.09.2010 um 19:30 Uhr.

Michaelsteiner Klosterkonzert "Bach wird Vater"

Jugendbarockorchester Michaelstein "Bachs Erben"
Leitung und Moderation: Raphael Alpermann

Am: Freitag, 10.09.2010 um 19:30 Uhr.

"Eva jenseits vom Paradies"

Lesung und mehr mit Eva Maria Hagen im Gut Voigtländer.
Eintritt: 15,00 €

Am: Samstag, 18.09.2010

2. Apothekencup

Beachvolleyballturnier ab 10.00 Uhr


ab 18.00 Uhr gemütlicher Ausklang mit DJ Olli

Eintritt: 1,50 Euro

Am: Samstag, 18.09.2010 um 18:00 Uhr.

3. Rocknacht auf Schloss Blankenburg


Mit im Programm:
Between Horizon
Lazershow
Livevibes (Headliner)


Am: Sonntag, 19.09.2010 um 10:00 Uhr.

Tag des Geotops

Erkundung von Jahrmillionen der Erdgeschichte während einer Exkursion und Vorstellung von 10 Geotopen auf einem 4,5km langen Wanderweg. Treffpunkt: neuer Parkplatz Kloster Michaelstein, Dauer ca. 3 Stunden, Wanderung ist kostenfrei

Weitere Informationen erhalten Sie in der Touristinformation: 03944/2898

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Das historische Rathaus

"Das Rathaus, mit welchem der Burgfriede nach Inhalt des Ratsprivilegiums verbunden ist, ist ein steinernes Gebäude auf dem Markte, in dessen unterem Stockwerk die Hochfürstliche Regierung über dem Ratskeller ihre Session hält. Man hat einstmals im Turmkopfe schriftliche Nachricht gefunden, daß dieses Gebäude im Jahre 1233 von Grund aus neu aufgeführt worden sei.


Das Rathaus


( 1233 ist als Baujahr des Rathauses auf Grund neuerer bau-archäologischen Untersuchungen und stadtrechtsgeschichtlicher Erwägungen nicht mehr haltbar (veröffentlicht 1996/97). älteste urkundliche Erwähnung des Rathauses erfolgte 1442. Seit 1389 ist der Rat der Stadt nachweisbar. Der bauarchäologische Befund geht von einer Datierung der ältesten Baustrukturen in das späte 14. oder frühe 15. Jahrhundert aus.)

Im Jahre 1497 wurde eine Schlaguhr auf den Turm gebracht und 1584 das ganze Gebäude erhöht, welches 1735 stark repariert, 1738 mit einem neuen, mit Schiefer bedeckten Turme versehen wurde. Vormals stand vor dem Rathaus auf dem Markte die Hauptwache, ein hölzernes Pferd, ein Strafpfahl und ein Röhrenkasten mit auslaufendem Wasser"
, dies schrieb 1788 der Chronist Johann Christoph Stübner in seinen Denkwürdigkeiten des Fürstentums Blankenburg.

Nach den Stilmerkmalen und den angebrachten Jahreszahlen stammt der jetzige Bau aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Die Jahreszahlen im Innern des Turmes (1546), über der Tür zum Ratskeller (1577) sowie über dem Portal des zweiten Stockwerkes und am Giebel (1584) lassen auf mehrere Bauabschnitte innerhalb von 38 Jahren schließen. Das Jahr der Aufstockung des Gebäudes ist mit der Inschrift am zuletzt genannten Portal eindeutig datierbar:

"Anno Domini 1584 ... ist dies Rathaus in Gottis Nahmen erhöhet zu bawe gefangen an."
Die Bauherrn haben geringen Lohn bekommen und arbeiteten im Auftrag der Stadt sowie der Grafensöhne Ernst und Martin. Der westliche niedere Anbau wird in das 14. bzw. 15.. Jahrhundert datiert. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Dachreiter mit der Uhr und das Turmportal erneuert und somit dem Rathaus barocke Baudetails hinzugefügt. Im Jahre 1870 wurde bei umfangreichen Werterhaltungsmaßnahmen ein Balkon angebaut.
An der Marktseite des Rathauses befinden sich drei Wappen. Am Mittelgiebel das Stadtwappen mit dem Turm als Zeichen für die befestigte Stadt. Schild und Helm mit Geweihstangen daneben symbolisieren die Grafen von Blankenburg. Ein vierfeldriger Schild mit zwei roten und zwei schwarzen Geweihstangen zeugen ebenfalls vom Geschlecht der Regenstein-Blankenburger Grafen. Über dem Haupteingang befindet sich das Wappen des Herzogtums Braunschweig mit der Jahreszahl 1734. Acht eingemauerte Kanonenkugeln erinnern an den Beschuß der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges.


Das Rathaus beherbergte Stadtverwaltung und Gericht, Markthalle und Ratskeller. Im Obergeschoß befanden sich außer den Räumen der Stadtverwaltung auch ein großer Saal für Veranstaltungen und Festlichkeiten für die Bevölkerung. Markt und Rathaus waren einst Mittelpunkt des städtischen Handels. Städtische Handwerker und Bauern aus den umliegenden Dörfern boten ihre Erzeugnisse an. Der Markt war auch gleichzeitig eine Stätte des Gerichts. An diesem Tage, wo Übeltäter öffentlich am Pranger stehen mußten, erinnern noch heute das Halseisen und der Steintritt. Auf das hölzerne Pferd, das früher auf dem Marktplatz stand, setzte man zanksüchtige Frauen und schnallte sie fest.

"Welches Weib aber ihren Ehemann rauft oder
schlägt, die soll nach Befinden und Umständen mit Geld
oder Gefängnis bestraft werden", dies berichtete der
Chronist Sander.



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